Sexualmoral und politische Stabilität: Zum Vorstellungszusammenhang in der römischen Literatur von Lucilius bis Ovid

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Walter de Gruyter, Jan 1, 2013 - Literary Criticism - 286 pages
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Moral und Politik stehen in der römischen Literatur in einem engen Vorstellungszusammenhang; sittlicher Niedergang wird als Element wahrgenommen, das die politische Ordnung destabilisiert.

Intensiv zeigt sich dieses Phänomen in der Literatur des 1. Jahrhunderts v. Chr. in der Thematik von Sexualmoral und Geschlechterrollennormen. Der Diskurs um Männlichkeit und effeminatio begegnet nicht nur in der Invektive und der Liebeselegie, sondern auch in der Historiographie, im Epos und in lyrischen Werken. Lässt sich im Zuge des politischen Umbruchs ein Wandel der Konzeptionen von Sexualmoral und Geschlechterrollen erkennen? Wie sind Vorstellungen von Sexualmoral, Geschlechterrollen und politischer Stabilität konkret miteinander verknüpft? Textpassagen von Lucilius, Cicero, Sallust, Catull, Vergil, Horaz, Livius, Properz, Tibull und Ovid werden untersucht, um diesen Fragen nachzugehen. Es deutet sich an, dass begleitend zur Krise der Republik auch die traditionellen Geschlechterkonzeptionen aufbrechen und mit der Konsolidierung der Ordnung zu festen Normen zurückkehren.

 

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Contents

1 Einleitung
1
Virtus und effeminatio
8
Ehe und Sittengesetze der römischen Republik und die Ehegesetze des Augustus
18
4 Sittenkritik und Sexualmoral in der Literatur der späten Republik
35
5 Sittenpolitik und Sexualmoral in der augusteischen Literatur
138
6 Zusammenfassung
257
7 Literaturverzeichnis
261
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About the author (2013)

Maike Steenblock, Hamburg.

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